Bundesweite Termine

03.09.2019
Nachruf

Prof. Hans-Jürgen Portmann verstorben

02.09.2019
Cottbus / Spree-Neiße

Die DOG Cottbus / Spree-Neiße informiert und informiert sich

22.08.2019
Rhein-Main

Deutsche Olympische Gesellschaft schlägt auf - DOG als Schirmherr des 31. Rhein-Main-Business-Cup

12.08.2019
Berlin

Ex-Radprofi Czarnowski fährt mit Schülern bis nach Berlin

12.08.2019
Paderborn

Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) fördert Bewegungskindergärten

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Kleben, sprayen, schmieren


Vereinsliebe auf Abwegen

Lautstarke Unterstützung und Choreos im Stadion, der Stammtisch mit den Jungs und Mädels vom Fanclub, die Kutte, die im Laufe der Jahre ein Teil von einem selbst wurde: Gelebte Fankultur der positiven Art. Alles OK!

Warum aber muss man seine Verbundenheit zum Verein dokumentieren, indem man öffentliches oder privates Eigentum zerstört oder beschädigt? Gerade in Regionen, in denen mehrere Clubs im Wettbewerb zueinander stehen, sind die Fans der verschiedenen Lager besonders aktiv, kleben, sprayen und schmieren was das Zeug hält. Nicht selten werden Vereinsnamen in regelmäßigen Abständen von Anhängern des gegnerischen Clubs eliminiert oder übermalt und anschließend mit dem eigenen Vereinskürzel überlagert.

Aufkleber und Club-Bezeichnungen verunzieren Verkehrsschilder, Postbriefkästen, Schaltkästen von Telekommunikationsunternehmen und Energieversorgern, Glas- und Kleidercontainer sowie Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs. Und nicht zuletzt auch Privateigentum.


Einzelne Gemeinden geben jährlich fünfstellige Euro-Beträge aus, um auf diese Weise in Mitleidenschaft gezogene Verkehrsschilder auszutauschen oder von Aufklebern und Schmierereien zu befreien. Die Kosten trägt der Steuerzahler. Verkehrsbetriebe, Energieversorger oder die Post lassen die angefallenen Mehrkosten in ihre Preisgestaltung einfließen; Fahrscheine, Strompreise und Briefporto werden dadurch ganz sicher nicht günstiger. Und Privatleute müssen Reparaturen an ihrem Eigentum natürlich aus eigener Tasche bezahlen.

In Südhessen streiten sich vor allem Aktivisten aus dem Umfeld des SV Darmstadt 98 und der Frankfurter Eintracht um die besten Plätze auf Schildern und ähnlichen Flächen. Nur selten verirrt sich der Aufkleber eines dritten Vereins in die dominierende SVD-SGE-Präsenz. In anderen Regionen Deutschlands verunzieren die Logos anderer Clubs den öffentlichen Raum.

Wer glaubt, dass es sich bei den Klebe-, Spray- und Schmieraktivitäten nur um Einzelfälle handelt, hat vermutlich nur noch nicht richtig hingeschaut. Die nachstehenden mehr als 50 Beispiele kann man in einer südhessischen Gemeinde innerhalb von 20 Minuten gemütlich zu Fuß erreichen.