Bundesweite Termine

10.07.2020
Bundes-Delegiertenversammlung

Einladung zur VI. Delegiertenversammlung

09.07.2020
DOG

DOG gewinnt Rechtsstreit gegen ehemaligen OF-Autoren

06.07.2020
Pfalz

Stiftung Spazierengehen

06.07.2020
Nordrhein-Westfalen

Manfred Rixecker 75

06.07.2020
München

2. Grünwalder Kamingespräch

Zur Website der Bundes-DOG

Corona-Pandemie (#1)

Olympia-Fahnen, London 2012

Olympische Sommerspiele auf 2021 verschoben

Nach langem Zögern und Abwarten beschloss das IOC am 24. März die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von Tokio 2020. Eine richtige, aber letztlich doch sehr spät getroffene Entscheidung. Zu lange hatte sich das IOC an den Plantermin (24.07. – 09.08.2020) geklammert und dabei die Auswirkungen der Corona-Pandemie ignoriert.

Selbst zu einem Zeitpunkt, zu dem fast alle Sportarten ihren Wettkampfbetrieb eingestellt hatten und Veranstaltungen europaweit abgesagt wurden, startete das IOC in London ein Olympia-Qualifikationsturnier der Boxer (14. - 24.03.). Zwar wurde das Turnier nach wenigen Tagen vorzeitig beendet, mehrere Athleten und Trainer hatten sich aber bereits mit dem Corona-Virus infiziert. Das IOC hatte es wieder einmal versäumt, zum richtigen Zeitpunkt ein klares Zeichen zu setzen!

Bei den Olympischen Sommerspielen handelt es sich um die weltweit größte Sportveranstaltung. Unsummen wurden in die Vorbereitung der Spiele investiert. Dass die Verantwortlichen beim IOC und im Ausrichterland Japan eine Absage oder auch eine Verschiebung dieser Veranstaltung möglichst lange hinauszögern, ist verständlich. Die Absage einer Kreismeisterschaft ist ganz sicher schneller und leichter zu treffen.

Ob letztendlich die Einschätzungen von Epidemiologen für die Verschiebung der Sommerspiele ausschlaggebend waren oder die frühzeitigen Absagen von einzelnen Sportlern und nationalen Verbänden (Canada, Australien, Norwegen) die Entscheider im Gastgeberland und beim IOC maßgeblich beeinflusst haben, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass Tokio 2020 nun ein Jahr später stattfinden soll.

Für die Sommerspiele in London 2012 wurden mehr als acht Millionen Tickets verkauft, für Rio 2016 immerhin noch mehr als sechs Millionen Eintrittskarten. Eine Zuschauerzahl in ähnlicher Höhe wäre auch für Tokio 2020 zu erwarten gewesen. Bei der An- und Abreise und während ihres Aufenthalts wären die Ticket-Besitzer mit unzähligen weiteren Menschen in Kontakt getreten. Die Möglichkeiten einer Übertragung des Corona-Virus wären nicht zu kontrollieren gewesen. Die Sportwelt hofft nun auf die Wissenschaft, auf Impfstoffe, Medikamente oder vielleicht auch auf ein medizinisches Wunder, damit die Spiele im kommenden Jahr 2021 ohne Beeinträchtigung durchgeführt werden können. 

Hart trifft die Verschiebung viele Athletinnen und Athleten im Endstadium ihrer sportlichen Laufbahn, die ihre Karriere mit den Olympischen Spielen ausklingen lassen wollten. In vielen Fällen dürften Lebensplanung, Motivation oder Physis es nicht leicht machen, ein weiteres Jahr dranzuhängen und den Abschied von der sportlichen Bühne erst 2021 zu vollziehen. Für die betroffenen Sportlerinnen und Sportler ein höchst unangenehmer, aber nicht vemeidbarer Nebeneffekt. Der sportinteressierte Beobachter hofft auf ein Wiedersehen mit diesen Sportlern und auf deren finalen Wettkampf in Tokio 2021.